Gewalt unter Kindern und Jugendlichen wird in Kitas, Schulen, Familien, im öffentlichen Raum und in digitalen Lebenswelten als vielschichtige Herausforderung wahrgenommen. Die Stadt Fürth entwickelt deshalb ein kommunales Gewaltpräventionskonzept, welches durch das Institut für Praxisforschung und Evaluation (IPE) und das Sozialwissenschaftliche Institut für Forschung und Transfer (SWIFT) der Evangelischen Hochschulte wissenschaftlich begleitet wird.
Ziel des Projekts ist es, vorhandene Daten, fachliche Erfahrungen und Perspektiven aus der Praxis zusammenzuführen und daraus tragfähige Grundlagen für die Weiterentwicklung kommunaler Gewaltprävention zu gewinnen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Eltern. Ihre Sichtweisen auf Gewalt, Konflikte, Sicherheit, Schutzfaktoren und Präventionsideen werden mit qualitativen und quantitativen Erhebungen einbezogen.
Die wissenschaftliche Begleitung unterstützt die Stadt Fürth dabei, Gewaltprävention sozialraumorientiert, zielgruppenspezifisch und wirksamkeitsorientiert weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Gewaltphänomene werden aus Sicht von Kindern und Jugendlichen besonders relevant? Wo entstehen Unsicherheit und Unterstützungsbedarf? Welche Angebote und Strukturen können Kinder, Jugendliche, Familien und Fachkräfte stärken?
Das Projekt verbindet partizipative Forschung, kommunale Konzeptentwicklung und Wirkungsorientierung. Ein begleitendes Monitoring soll dazu beitragen, Maßnahmen zu überprüfen, weiterzuentwickeln und langfristig passgenau im kommunalen Hilfesystem zu verankern.
Projektteam: Prof. Dr. Martin Nugel, Prof.in Dr. Roswitha Sommer-Himmel, Prof. Dr. Karl Titze, Monika Chilla M.Eval., Sebastian Ottmann M.A.
Kontakt: Sebastian Ottmann M.A.
Kooperationspartner und Förderung: Stadt Fürth, Amt für Kinder, Jugendliche und Familie
Projektlaufzeit: 2025 bis 2027