Ziel des Projektes ist es, Hochschullehre hinsichtlich einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (UNESCO 2021) weiterzuentwickeln und dabei ein innovatives Lehr-Lern-Konzept zur Betonung leiblicher Aspekte einer BNE zu erarbeiten und zu evaluieren. Dabei sollen mehrere Übungsrepertoires entwickelt werden, die es Hochschullehrenden niedrigschwellig erlauben, unter anderem eine leiborientierte Entwicklung von Gestaltungskompetenz (de Haan 2008) und Naturverbundenheit (in Anlehnung an Geng et al 2015) in ihren Lehrveranstaltungen zu realisieren – auch in digitalen Formaten.
In dem Projekt soll nicht nur eine konzeptionelle Fundierung von leiborientierter Hochschullehre im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung erfolgen, sondern auch empirisch ausgelotet werden, unter welchen Bedingungen sich Studierende auf eine solche im Rahmen des Studiums der Sozialen Arbeit einlassen. In einem hierzu ausgerichteten Seminar wird das Projektthema zusätzlich gemeinsam mit Studierenden als Ideengeber:innen bearbeitet.
Inzwischen wurden bereits 122 Übungen zusammengetragen und in einer Datenbank aufbereitet. Sie lassen sich den Kategorien "Auflockerung & Ankommen", "Kurzer inhaltlicher Impuls", "Körpersprache & Raumaneignung", "Reflexion" und "Abstraktes erfahrbar machen" einteilen. Zum Teil wurden Sie mit Studierenden entwickelt, zum Teil verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit entnommen und zum Teil in Kollegenteams - auch mit Unterstützung von generativer KI - generiert.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Wahrung der Grenzen der beteiligten Personen und einer Reflexion des Verständnisses von Normalität im Umgang mit Körperlichkeit. Dies schlägt sich nicht nur in der Konzeptentwicklung nieder. Es wird derzeit eine eigene Broschüre für den Einsatz von Übungen im Kontext von Schulungen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt erstellt. Zudem werden bei der Aufbereitung der Übungen Varianten angeboten, die eine Mitwirkung auch für Menschen mit z.B. körperlichen Einschränkungen ermöglichen.
Die Projektlaufzeit erstreckt sich von April 2025 bis März 2027.
